Hildegard Taferner – Naturweg
Darmsanierung? Nicht irgendwie – sondern richtig!
Darmgesundheit

Darmsanierung? Nicht irgendwie – sondern richtig!

Hildegard Taferner 4 Min. Lesezeit

Darmsanierung? Nicht irgendwie – sondern richtig!

Was eine Darmsanierung wirklich ausmacht – und warum nicht jede Darmkur für jeden Menschen geeignet ist.

Vor Kurzem erzählte mir eine Klientin von einer Darm- und Leberkur, die sie bereits zweimal durchgeführt hatte. Eine Woche lang wurden normale Mahlzeiten weitgehend durch vorgegebene Ersatzmahlzeiten und entsprechende Produkte ersetzt.

Die Motivation dahinter war eine gute: dem Körper etwas Gutes tun, den Darm unterstützen und die Leber entlasten.

Beim ersten Mal schien das auch gut zu funktionieren. Nach der zweiten Kur geriet ihre Verdauung jedoch zunehmend aus dem Gleichgewicht.

Ihre Frage an mich war: „Was hältst du eigentlich von solchen Darm- und Detoxkuren?“

Meine Antwort darauf ist selten ein einfaches Ja oder Nein. Denn was einem Menschen guttut, kann für einen anderen völlig ungeeignet sein.

Was bedeutet Darmsanierung eigentlich?

Auch ich habe in der Vergangenheit bereits Detox- und Entlastungswochen begleitet. Heute sehe ich solche Kuren allerdings wesentlich individueller.

Denn eine wirkliche Darmsanierung ist für mich mehr als ein Wochenende oder eine Woche Verzicht. Sie ist vielmehr ein Prozess über mehrere Wochen, der sich an der jeweiligen Ausgangssituation orientiert: an Beschwerden, Verdauungskraft, Ernährung und natürlich auch daran, welche Lebensmittel momentan gut oder weniger gut vertragen werden.

Dabei geht es unter anderem darum, ein günstiges Darmmilieu zu fördern, die protektive – also schützende – Darmflora zu unterstützen und auch die Darmschleimhaut, unsere Mukosa, nicht zu vergessen.

Und dafür braucht es nicht zwangsläufig möglichst viele Produkte.

Eine individuell passende Ernährung, geeignete Ballaststoffe und – wenn sinnvoll – gezielt ausgewählte Probiotika, Mikronährstoffe oder Pflanzenpräparate können Bestandteile einer solchen Begleitung sein.

Nicht möglichst viel – sondern das, was tatsächlich gebraucht wird.

Warum die Darmkur von der Stange nicht immer passt

Saftkuren, Smoothies, Ersatzmahlzeiten, fertige Darmsanierungs-Pakete oder einfach irgendein Probiotikum: Das Angebot ist mittlerweile riesig.

Einzelne Konzepte oder Produkte können durchaus sinnvoll sein. Die entscheidende Frage lautet für mich aber:

Passt das auch zu diesem Menschen und zu seiner momentanen Situation?

Gerade wenn bereits länger Verdauungsbeschwerden bestehen, möchte ich möglichst genau wissen, womit wir es zu tun haben. Je nach Beschwerdebild können deshalb eine ausführliche Anamnese und gegebenenfalls auch eine gezielte Diagnostik sinnvoll sein.

Denn auch ein vermeintlich „gutes“ Probiotikum oder große Mengen bestimmter Ballaststoffe müssen nicht automatisch für jeden Darm die richtige Wahl sein.

Und was sagt die TCM dazu?

Auch die Traditionelle Chinesische Medizin betrachtet nicht nur den Darm alleine.

Milz und Magen stehen in der TCM für unsere „Mitte“ – vereinfacht gesagt für unsere Fähigkeit, Nahrung aufzunehmen, umzuwandeln und daraus Energie zu gewinnen.

Wer ohnehin erschöpft ist, häufig friert oder über wenig Verdauungskraft verfügt, braucht möglicherweise etwas ganz anderes als eine sehr restriktive Fastenkur oder tagelang kalte Säfte und Smoothies.

Manchmal bedeutet Entlastung deshalb nicht, möglichst wenig zu essen, sondern vielmehr: Belastendes weglassen und gleichzeitig gut nähren.

Warme, gekochte und gut bekömmliche Mahlzeiten können dann die bessere Wahl sein.

Dojo-Tage – Zeit für den Übergang

Passend dazu beginnt Ende Oktober aus Sicht der TCM eine besondere Übergangszeit: die sogenannten Dojo-Tage.

Diese 18-tägigen Phasen werden dem Element Erde und unserer „Mitte“ – Milz und Magen – zugeordnet. Sie können eine schöne Gelegenheit sein, die Ernährung für einige Tage einfacher zu gestalten und Kaffee, Alkohol, Zucker, Fertigprodukte und Fleisch einmal bewusst zu reduzieren oder wegzulassen.

Im Mittelpunkt stehen stattdessen warme, gekochte, möglichst naturbelassene sowie saisonale und regionale Lebensmittel.

Für diese Übergangszeit habe ich ein kleines Dojo-Menü zusammengestellt – mit einer wärmenden Kraftbrühe, einem außergewöhnlichen Frühstück, einem herbstlichen Gemüsegericht und einer Suppe für den Abend.

👉 Hier kannst du mein kostenloses Dojo-Menü „Kraftzeit im Übergang“ herunterladen.

https://drive.google.com/file/d/19AMRKk0LMf81pO5pcGQ_hiNsJVmNplEt/view?usp=drive_link

Mein Impuls für dich

Dein Darm braucht nicht das, was gerade im Trend liegt. Er braucht das, was zu dir passt.

Wenn Verdauungsbeschwerden immer wiederkehren oder du schon vieles ausprobiert hast, ohne wirklich weiterzukommen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

In meiner Praxis verbinde ich moderne Erkenntnisse rund um Ernährung und Darmgesundheit mit der Traditionellen Chinesischen Medizin und Funktionellen Myodiagnostik und beziehe – wenn sinnvoll – auch eine gezielte Labordiagnostik mit ein.

👉 Du möchtest herausfinden, was dein Darm wirklich braucht? Dann melde dich gerne bei mir.

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Alles Liebe
Hildegard
Praxis Natur-Weg

Hildegard Taferner

Über die Autorin

Hildegard Taferner ist diplomierte Ernährungstrainerin in Gamlitz, Südsteiermark. Ganzheitlich, mit Wissen aus Fünf-Elemente-Ernährung, heimischer Kräuterkunde und sanfter Diagnostik.

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