Vogelmiere: Das heimliche Superfood direkt aus deinem Garten
Oft unbeachtet und als „Unkraut“ abgetan wächst die Vogelmiere in so manchen Gärten – dabei steckt in dem zarten Pflanzerl ein echtes Superfood.
Sie schmeckt fein nussig, fast wie junger Mais, und ist randvoll mit Vitamin C, Eisen, Kalium, Magnesium und sekundären Pflanzenstoffen. In der Volksheilkunde wird sie seit jeher geschätzt – und das gleich in vielen Lebenslagen.
Wo Vogelmiere unterstützend wirken kann
- Husten und Bronchitis
- grippale Infekte
- Insektenstiche, Hautjucken, Verbrennungen
- Hautausschläge
- Neurodermitis und Schuppenflechte
- Hämorrhoiden
- Frühjahrsmüdigkeit
Am liebsten verarbeite ich sie frisch – in Smoothies, Suppen, Aufstrichen oder als knackige Beigabe zum Salat. Mein absoluter Favorit ist aber das Vogelmiere-Pesto.
Rezept: Vogelmiere-Pesto aus der Wildkräuterküche
Zutaten
- 2 Handvoll Vogelmiere
- 1 Knoblauchzehe
- 30 g Sonnenblumenkerne oder Walnüsse
- 50 g Parmesan (für eine vegane Variante einfach weglassen)
- 50 ml Olivenöl
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
Die Vogelmiere von Wurzeln und alten Blättern befreien und kalt abbrausen. Zusammen mit den anderen Zutaten mit dem Stabmixer pürieren. Wer sein Pesto gerne öliger mag, erhöht einfach die Ölmenge – die Angaben im Rezept ergeben eine eher festere Paste.
Schmeckt herrlich auf frischem Brot, zu Pasta, als Dip für Rohkost oder einfach löffelweise pur. In ein sauberes Schraubglas gefüllt und mit etwas Olivenöl bedeckt hält es sich im Kühlschrank rund eine Woche.
Manchmal sind die kleinsten Pflanzen am Wegesrand die größten Schätze – wir müssen nur lernen, sie wieder zu sehen.

Über die Autorin
Hildegard Taferner ist diplomierte Ernährungstrainerin in Gamlitz, Südsteiermark – erreichbar für Menschen aus Leibnitz und Graz. Ganzheitlich, mit Wissen aus Fünf-Elemente-Ernährung, heimischer Kräuterkunde und sanfter Diagnostik.
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